Warum ich Badges sammle – und wo überall
Story · 2026-07-18
Ich gebe es offen zu: Ich bin ein Sammler. Nicht von Briefmarken oder Münzen im klassischen Sinn – sondern von Badges und Achievements. Kleinen digitalen Abzeichen, die man sich verdient, freischaltet oder erspielt. Und ich liebe es.
Warum das Ganze?
Das Schöne daran: Es geht um nichts Monetäres. Ich sammle einfach aus Spaß an der Freude – etwas „anhäufen“, das keinen Marktwert hat und trotzdem unbezahlbar ist. Denn nebenbei entstehen Erinnerungen, an die ich mich noch Jahre später gerne zurückerinnere.
Beim Sammeln trifft man Menschen, engagiert sich in Communities und bekommt Anreize, Dinge zum ersten Mal auszuprobieren, die man sonst vielleicht nie angefasst hätte. Und ja – der kompetitive Ranglisten-Charakter ist auch nicht zu vernachlässigen. Ein bisschen Wettbewerb hat noch nie geschadet. 😄
Und noch etwas macht digitale Abzeichen für mich so angenehm: Sie müllen nichts zu. Bei physischen Besitztümern bin ich extrem kritisch und werfe großzügig weg – zu viel Zeug belastet mich im Kopf und stellt irgendwann das ganze Haus zu. Digital ist das völlig anders: Verliere ich das Interesse, logge ich mich einfach nicht mehr ein oder lösche den Account. Kein Staub, kein Regal, kein schlechtes Gewissen.
Sammeln heißt oft: Menschen treffen – hier ein Moment, den ich als POAP festgehalten habe.
POAP – Beweise für Momente
POAP steht für „Proof of Attendance Protocol“ – also einen digitalen Nachweis der Teilnahme. Die Idee: Man bekommt einen Beleg dafür, eine bestimmte Person getroffen oder bei einem Event dabei gewesen zu sein – etwa auf einer TwitchCon. Auf meinem Profil sind so über 4.000 POAPs zusammengekommen.
Leider wurde das Projekt inzwischen eingestellt. Aber an unglaublich viele dieser Abzeichen – und die Momente dahinter – erinnere ich mich weiterhin sehr gerne. Eine wahnsinnige Reise der letzten fünf Jahre. Das Gute: POAP läuft zwar auf der Blockchain, ließ sich aber ganz unkompliziert schon mit einer E-Mail-Adresse nutzen. Einen meiner liebsten Momente – ein Treffen, an das ich mich gerne erinnere – gibt es hier zu sehen.

Mein POAP-Profil: über 4.000 gesammelte Momente.
Garmin – fast 20 Jahre dabei
Noch deutlich länger als bei POAP bin ich im Garmin-Kosmos unterwegs – nämlich knapp zwanzig Jahre. Die meisten Badges kamen allerdings erst später dazu. Einen schönen Überblick gibt badgehero.io.
Das Spannende: Hier geht es weniger um Bestzeiten, sondern darum, insgesamt sportlich aktiv zu sein – oder an bestimmten Tagen überhaupt eine Aktivität zu starten. Genau das motiviert mich dranzubleiben, auch wenn mal keine Rekorde fallen.

Meine Garmin-Badges auf badgehero.io.
Schach – gleich drei Sammlungen
Beim Schach wird es richtig bunt, denn hier sammle ich in gleich drei verschiedenen Welten.
1. Chess.com. Auf meinem Awards-Profil gibt es die verrücktesten Abzeichen – zum Beispiel eines dafür, gegen Spieler aus 244 Ländern gespielt zu haben.
2. Rosen Score. Benannt nach dem IM Eric Rosen geht es hier darum, bestimmte Stellungen am Brett zu erreichen – etwa das legendäre Mona-Lisa-Schachmatt. Aktuell stehe ich bei stolzen 100 %. 🏆
3. Chessable. Und bei Chessable geht es darum, Schach ganz gezielt zu trainieren – Sammeln als Trainingsmotivation sozusagen.

Chess.com: 244 „Reisepässe“ – ein Land pro Gegner.

Mein Rosen Score auf Chess.com.
Und natürlich: BadgeBase
Dass ich am Ende sogar eine ganze Seite fürs Sammeln gebaut habe – BadgeBase für Twitch-Badges – ist vermutlich kein Zufall. 😉 Das Sammelfieber lässt mich einfach nicht los. Und ehrlich gesagt: Ich hoffe, das bleibt auch so.
Falls dich Twitch-Badges interessieren: In meinem Überblick aller neuen Twitch-Badges für Juli 2026 siehst du, was gerade zu holen ist.
Sammelst du auch? Egal ob POAPs, Garmin-Badges, Schach-Awards oder Twitch-Abzeichen – ich freue mich immer über Gleichgesinnte.
